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Behandlung erklärt · Haut

Fruchtsäurepeeling erklärt: Konzentration, pH-Wert und Abstände

Die Wirkung hängt an drei Größen: welche Säure, in welcher Konzentration und bei welchem pH-Wert. Die Jahreszeit entscheidet, wann es sinnvoll ist.

Pinsel mit klarer Loesung ueber einer Glasschale, daneben eine Flasche Neutralisation und ein pH-Teststreifen
KI-generiertes Bild

Kurz: Die Wirkung hängt an Säureart, Konzentration und pH-Wert, und der pH-Wert ist die am häufigsten übersehene Größe. Ein Produkt mit 10 Prozent bei pH 4,0 kann schwächer wirken als eines mit 5 Prozent bei pH 3,2.

Was chemisch passiert

Fruchtsäuren lockern die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hornzellen. Diese lösen sich, die Oberfläche wird glatter, und die Haut antwortet mit beschleunigter Erneuerung.

Wirksam ist nur die freie, undissoziierte Form der Säure. Wie hoch deren Anteil ist, bestimmt der pH-Wert. Deshalb sagt die Prozentangabe allein wenig aus.

SäureTypWirkortGeeignet für
GlykolsäureAHAOberfläche, kleines MolekülTextur, feine Linien
MilchsäureAHAOberfläche, mildes Profiltrockene, empfindliche Haut
MandelsäureAHAOberfläche, großes Molekülempfindliche Haut, langsamer
SalicylsäureBHAfettlöslich, Talgkanalunreine Haut, verstopfte Poren

Konzentration im kosmetischen Bereich

Anwendungen im Kosmetikstudio arbeiten üblicherweise mit niedrigeren Konzentrationen als medizinische Behandlungen. Tiefer wirkende Peelings gehören in ärztliche Hand, weil die Abheilung anders verläuft und Komplikationen anders zu behandeln sind.

Ein sauber arbeitendes Studio nennt Säureart, Konzentration und pH-Wert auf Nachfrage. Wer nur „Fruchtsäure" sagt, macht keine Angabe.

Die Abstände

Üblich sind 4 bis 6 Sitzungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen. Der Abstand orientiert sich am Hauterneuerungszyklus, der bei jüngerer Haut etwa 28 Tage dauert und mit dem Alter auf 40 Tage und mehr wächst.

Wer früher wiederkommt, unterbricht den Vorgang, statt ihn zu verstärken. Das ist der häufigste Grund für gereizte Haut nach einer Peelingserie.

Warum das Winterhalbjahr

Frisch behandelte Haut pigmentiert bei hoher UV-Last leichter. Deshalb liegen die sinnvollen Monate zwischen Oktober und März.

Für Dresden kommt ein örtlicher Punkt dazu: Die Kessellage staut im Sommer Wärme, und schwitzende Haut auf frisch gepeelter Oberfläche reizt zusätzlich. Wer im Juli peelt, arbeitet gegen zwei Faktoren gleichzeitig.

Die Tage danach

  1. Kein Retinoid, kein mechanisches Peeling für 5 bis 7 Tage.
  2. Keine Sauna, kein Dampfbad für 3 bis 5 Tage.
  3. Sonnenschutz konsequent, auch bei Bewölkung.
  4. Milde Reinigung, lauwarm, keine Duftstoffe.
  5. Kein Sport am Behandlungstag, Schweiß auf offener Barriere brennt und reizt.

Wann davon abzuraten ist

Bei aktiven Entzündungen, offenen Stellen, Herpesausbrüchen und bei Einnahme bestimmter Medikamente. Ein Studio, das vor der ersten Sitzung keine Anamnese erhebt, überspringt genau den Schritt, der diese Fälle abfängt.

Häufige Fragen

Was unterscheidet AHA von BHA?

AHA sind wasserlöslich und wirken an der Oberfläche, BHA sind fettlöslich und dringen in Talgkanäle ein. Für trockene Haut eignet sich eher AHA, für unreine mit verstopften Poren eher BHA.

Warum ist der pH-Wert wichtiger als die Prozentzahl?

Weil die Säure nur in ihrer freien Form wirkt. Ein Produkt mit 10 Prozent bei pH 4,0 kann schwächer wirken als eines mit 5 Prozent bei pH 3,2.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

Üblich sind 4 bis 6 Sitzungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen. Der Abstand richtet sich nach dem Hauterneuerungszyklus von etwa 28 Tagen, der mit dem Alter länger wird.

Wann ist der richtige Zeitpunkt im Jahr?

Das Winterhalbjahr. Frisch behandelte Haut pigmentiert bei hoher UV-Last leichter, deshalb sind Oktober bis März die günstigeren Monate.

Was ist danach verboten?

Kein Retinoid, kein mechanisches Peeling und keine Sauna für 5 bis 7 Tage. Sonnenschutz konsequent, auch im Winter.

Quellen