PIGMENTDresden
Behandlung erklärt · Pigmentierung

Microblading erklärt: Für welche Haut es taugt und für welche nicht

Die Technik setzt feine Striche in die Haut, die Härchen nachbilden. Ob sie scharf bleiben, hängt am Hauttyp, und das entscheidet sich vor dem Termin.

Pigmentfarben in kleinen Einmalnaepfchen neben einem sterilen Modul auf dunkler Arbeitsflaeche
KI-generiertes Bild

Kurz: Microblading taugt für normale bis trockene Haut mit kleinen Poren. Auf fettiger Haut verlaufen die feinen Striche innerhalb von Monaten zu einem Schatten. Das ist keine Frage der Ausführung, sondern der Hautstruktur.

Warum die Haut entscheidet

Die Technik setzt Pigment in feinen, kurzen Strichen ab. Diese Striche sind nur dann als Härchen erkennbar, wenn sie ihre Kante behalten.

Fettige Haut hat größere Poren und mehr Talgfluss. Beides führt dazu, dass Pigment im Gewebe leicht diffundiert. Nach 6 bis 12 Monaten ist aus dem Strich eine unscharfe Linie geworden.

HauttypErgebnis nach 12 MonatenBessere Technik
trocken, kleine PorenStriche bleiben erkennbarMicroblading
normalleicht weicher, noch klarMicroblading
Mischhautteils verlaufenKombination
fettig, große PorenschattenhaftSchattierung mit Punkten
stark durchblutet, empfindlichungleichmäßige AufnahmeSchattierung, mehr Sitzungen

Ein Studio, das diese Frage vor dem Termin stellt, arbeitet richtig. Eines, das jede Haut mit derselben Technik bearbeitet, verkauft ein Verfahren statt eines Ergebnisses.

Der Heilungsverlauf

ZeitraumWas sichtbar istWas zu tun ist
Tag 0 bis 2deutlich zu dunkel, leichte Schwellungtrocken halten
Tag 3 bis 7Krustenbildung, Abschuppungnicht kratzen, dünn pflegen
Tag 8 bis 14wirkt zu hell, teils lückigabwarten
Woche 3 bis 4Ton stabilisiert sichbeurteilbar
Woche 4 bis 8endgültigNacharbeit sinnvoll

Der kritische Punkt liegt in Woche 2. Dort wirkt das Ergebnis zu hell, weil Pigment aus den oberen Schichten abgegangen ist und die tiefere Farbe noch überdeckt wird. In dieser Phase gehört nicht nachgebessert.

Hygiene ist nicht verhandelbar

Es wird die Hautbarriere durchbrochen. Fünf Punkte, die vorhanden sein müssen:

  1. Einmalmodule, vor den Augen der Kundin geöffnet.
  2. Einmalnäpfchen für Pigment, keine Reste aus dem vorherigen Termin.
  3. Handschuhwechsel bei jeder Unterbrechung.
  4. Abgedeckte Arbeitsfläche, desinfizierte Geräte.
  5. Aufklärung und Einwilligung schriftlich.

Fehlt einer davon, ist das ein Grund, den Termin nicht anzutreten.

Die 14 Tage danach

Kein Schwimmbad, keine Sauna, kein direktes Sonnenbad. Für Dresden heißt das im Sommer: Wer an die Elbe oder in die Sächsische Schweiz will, legt den Termin nicht in die Woche davor.

Ebenfalls tabu: Peelings, Säuren und Retinoide im behandelten Bereich für mindestens 4 Wochen. Wer parallel eine Peelingserie plant, verschiebt eines von beidem.

Häufige Fragen

Für welche Haut eignet sich Microblading?

Für normale bis trockene Haut mit kleinen Poren. Auf fettiger Haut mit großen Poren verlaufen die feinen Striche und wirken nach einigen Monaten wie ein Schatten statt wie Härchen.

Was ist die Alternative bei fettiger Haut?

Eine Schattierungstechnik mit Punkten statt Strichen. Sie hält auf dieser Haut deutlich besser, weil kein feiner Strich verlaufen kann.

Wie lange hält es?

1 bis 3 Jahre, je nach Hauttyp und Sonnenexposition. Es verblasst, es verschwindet nicht vollständig.

Ist eine Nacharbeit normal?

Ja, sie gehört zum Verfahren. Üblich ist ein zweiter Termin nach 4 bis 8 Wochen. Wer sie als Zusatzleistung verkauft, hat zu knapp kalkuliert.

Was ist in den ersten 14 Tagen verboten?

Kein Schwimmbad, keine Sauna, kein direktes Sonnenbad, kein Kratzen an der Kruste. Peelings und Säuren im Bereich für mindestens 4 Wochen.

Quellen